|
|
|
|
|
Die Aufstellung im Raum Ein Thema, das wie kaum ein anderes Einfluss auf das Hörerlebnis hat, ist die richtige Aufstellung der Lautsprecher im Raum. Sieht man einmal von "Kellerbarbeschallung" ab, wo in der Regel keiner der Zuhörer für auch nur ein einziges Musikstück auf dem selben Platz verharrt, sondern stellt man den Anspruch an "konzertantes Hören", so sind auch hier die Möglichkeiten, Fehler zu machen, mannigfaltig. Dabei wollen wir gar nicht von Boxen sprechen, die sich der Hausfrau zuliebe hinter dicken Gardinen verbergen müssen. Nein, die Fehlerquellen sind viel subtiler. Akustische Hindernisse Zunächst einmal sollte klar sein, dass jedwedes Hindernis zwischen Lautsprecher und Zuhörer, aus welchem Material auch immer, die Qualität herabsetzt. Das gilt, wenn auch in geringem Masse, auch für Schallwandbespannstoffe selbst. Wer keine noch so geringen Verluste im Hochtonbereich duldet, dem empfehle ich, auf derlei Zierwerk ganz zu verzichten. Der Wandabstand Weiterhin sollte eine Box idealerweise nicht direkt an der Wand und schon gar nicht in einer Raumecke plaziert werden, es sei denn, dies ist konstruktionsbedingt erforderlich. Man erhält andernfalls einen überdimensional voluminösen Bass und ein schlechtes Einschwingverhalten. Abstände Auch dürfen die Boxen für HiFi-Wiedergabe nicht zu weit auseinanderstehen, sonst erhalten Sie ein akustisches Loch zwischen den Lautsprechern. Man kann dann zwar hervorragend links und rechts unterscheiden; die Mitte dazwischen wie auch die Tiefenstaffelung gehen aber verloren. Idealerweise ist der Abstand der Boxen voneinander nicht größer, als der Abstand der Boxen vom Zuhörer. Ein gleichseitiges Dreieck sollte dabei nicht unterschritten werden.
Letzlich spielt dabei der Raum, aber auch das persönliche Empfinden eine sehr wichtige Rolle. Im Konzertsaal haben wir es auch immer mit indirektem Schall zu tun. Ebenso kann man seine Lautsrecher so einrichten, dass Raumreflexionen entstehen. Die dadurch entstehende "Halligkeit" ist aber nicht jedermanns Sache. Außerdem gibt es Live-Musikaufnahmen, in denen ein gewisser Anteil "Indirekt-Schall" schon enthalten ist, andere wiederum, in Tonstudios aufgenommen, klingen ohne einen gewissen Anteil Indirekt-Schall bei der Wiedergabe eher steril. Hier entscheidet der persönliche Geschmack. Die Neigung der Boxen Wählt man Parallelaufstellung oder soll man die akustische Achse seiner Boxen zur Raummitte, also zur Idealen Hörzone hin neigen?
Gehen wir davon aus, daß unsere Boxen einen relativ linearen Frequenzgang haben, dann sollte man sie in jedem Falle zur Hörzone neigen. 1. Sobald die akustische Achse verlassen wird, ist eine gewisser Abfall der obersten Höhen unvermeidbar. 2. Hört man links oder rechts der Idealzone, so befindet man sich zumindest im selben Winkel zur akustischen Achse beider Boxen (siehe Zeichnung), was dem Stereohören zugute kommt. Die Höhe der Lautsprecher Eine weitere, für konzertantes Hören sehr wichtige Regel bezieht sich auf die Höhe der Boxen. Idealerweise stellen Sie Ihre Boxen so auf, dass Mittel- und Hochtöner sich möglichst in Ohrhöhe befinden. Bei einer sehr grossen Box kann es dabei auch einmal erforderlich werden, den Bass-Lautsprecher ganz zu oberst in der Box anzuordnen. Dem Klang ist dies keineswegs abträglich. Die Raummöblierung Natürlich wird man nicht den HiFi-Boxen zuliebe seine Möbel wegwerfen oder gleich die Gardinen wechseln, es ist dennoch der Vollständigkeit halber nötig, die jeweiligen Einflussfaktoren zu kennen. Jegliche Stoffe, wie Gardinen, Teppiche, Couch-Velours, etc., sind ein beinahe schalltotes Material und nicht reflexionsfähig. In diesem Zusammenhang werden insbesondere hohe Frequenzen "geschluckt". Bis zu einem gewissen Grade kann man diesen Effekt allerdings mit dem Hochtonregler am Verstärker ausgleichen. Im Gegenzug weisen "kahlwandige Räume" eine unnatürliche Halligkeit auf, der Anteil an Indirekt-Schall ist zu hoch. Man sollte aber solche räumlichen Einflüsse auch nicht überbewerten und zur Religion erklären. Unser Ohr, oder besser noch unser Gehirn, hat eine hohe Anpassungsfähigkeit und versteht hervorragend derlei Ungenauigkeiten zu kompensieren. |
|
|