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AUDIOGEN.EXE ist ein PC-Programm, mit dem die meisten Berchnungen beim Selbstbau von Lautsprecherboxen vorgenommen werden können. Dieses DOS-basierende Programm ist vor etwa 10 Jahren in Verbindung mit meinem Buch “PC-gestützer Lautsprecherbau - Boxendesign am PC / Werner Maus (1994 Franzis-Verlag ISBN 3-7723-5704-0) entstanden. Sie können es hier unentgeltlich als Zip File (58 KB) downloaden. Hinter der ZIP-Datei verbergen sich 5 Files (dann insg. 119 KB): audiogen.zip AUDIOGEN.EXE - das Programm selbst 1. AUDIOGEN-installieren 1.1. Installation auf Festplatte 2. Die AUDIOGEN Menüfunktionen 2.1. Frequenzweichen 6 und 12 dB/Oktave 1. AUDIOGEN-installieren Vor dem Umgang mit AUDIOGEN ist das Programm auf Ihrem PC zu installieren. Die notwendige Rechnerausstattung besteht aus einem kompatiblen Personalcomputer mit mindestens 1 MB freiem Festplattenspeicher. Die Grafikausstattung sollte CGA-, EGA-, VGA- oder Hercules-kompatibel sein. 1.1. Installation auf Festplatte Klicken Sie einfach aus Ihrem Datei-Manager auf "INSTALL.BAT". Es erfolgt eine automatische Installation von AUDIOGEN. INSTALL erstellt ein Unterverzeichnis "C:\AUDIOGEN" auf Ihrer Festplatte und kopiert die beiden Dateien "AUDIOGEN.EXE" und "AUDIOTAB.DTP" von der Diskette in dieses Verzeichnis. Gleichzeitig wird in das Stammverzeichnis der Festplatte eine Datei "AUDIOGEN.BAT" kopiert, die es Ihnen ermöglicht, das Programm auch von dort aus DOS heraus mit dem Befehl "AUDIOGEN" aufzurufen. Zum Verständnis: Hinter der Datei AUDIOGEN.EXE verbirgt sich das AUDIOGEN-Programm selbst; AUDIOTAB.DTP beinhaltet die Datei, in der die technischen Daten diverser Bass-Lautsprecher abgelegt sind, bzw. per AUDIOGEN weitere Lautsprecherdaten gespeichert werden können. 1.2. Arbeiten direkt von der CDROM (==> weil download, nicht relevant!) AUDIOGEN sollte nicht direkt von der CDROM aufgerufen werden, da das ab-, bzw. rückspeichern von Daten nicht möglich ist. 1.3. Bildschirm- und Drucker-Zuordnung Beim erstmaligen Aufruf von AUDIOGEN werden Sie einmalig nach Ihrem Bildschirmtyp gefragt. Hier geben Sie in der Regel eine "1" ein. Damit wird das übliche Standard-Grafikformat (EGA/VGA) angewählt. Sollte auf Ihrem PC eine schwarz-weiße "Hercules"-Grafik-Karte installirt sein, so ist "2" einzugeben. "3" bedeutet CGA-Modus. Dies kann bei einigen älteren PCs, bzw. Monitoren nötig sein. AUDIOGEN nutzt die Grafik Ihres Rechners zur Bildschirmausgabe von Frequenzgängen im Menü-5 (siehe auch 2.5.) bei Thiele/Small-Berechnungen. Falls Sie unter DOS diese Grafiken einmal mit der <Druck>-Taste (rechts oben auf der Tastatur)-"eins-zu-eins" auf Ihrem Drucker ausgeben wollen, müssen Sie dem Betriebssystem Ihres Rechners mitteilen, welcher Drucker angeschlossen ist. Dazu ist vor dem Starten des Programms ggf. die MSDOS-Anweisung "GRAPHICS <Druckertyp>" einzugeben, wobei <Druckertyp> eine gültige Bezeichnung gemäß MSDOS-Anleitung sein muß. Für AUDIOGEN selbst braucht kein eigener Druckertreiber installiert werden. Beispiel: "GRAPHICS DESKJET", falls Sie einen entsprechenden HP-Drucker haben. Erläuterungen zum GRAPHICS-Befehl finden Sie in Ihrem MSDOS-Handbuch. Sie können allerdings auch jederzeit ohne die Möglichkeit einer Druckertypen-Zuordnung arbeiten, wenn Sie in dem entsprechenden Menü den <p>rint-Befehl benutzen. Die Druckausgabe eines Frequenzgangs erfolgt dann allerdings per "ASCII-Sterchengrafik". Anmerkung: Wenn Sie AUDIOGEN aus WINDOWS direkt aufrufen oder innerhalb der von WINDOWS aufgerufenen MSDOS-Ebene starten, ist die <Druck>-Taste nicht wirksam. Sie müssen in diesem Fall WINDOWS beenden und erst danach AUDIOGEN aufrufen. 2. Die AUDIOGEN Menüfunktionen Nach der Installation ist AUDIOGEN "betriebsbereit". Im folgenden werden die einzelnen Funktionen kurz vorgestellt. Soweit Sie sich in der Fachthematik und dem entsprechendnen Vokabular auskennen ist das Programm selbst erklärend. Sollten Sie dennoch einmal nicht mehr weiter wissen, so kommen Sie in jedem Falle durch Betätigen der Funktionstaste <F1> gefolgt von <RETURN> (=Rücklauftaste) aus allen Programmteilen immer wieder ins Hauptmenü. AUDIOGEN kennt 15 Untermenüs: 2.1. Frequenzweichen 6 und 12 dB/Oktave Sie werden aufgefordert, eine Lautsprecher-Impedanz einzugeben und erhalten daraufhin die Werte für Kondensator und Spule (Kapazität und Induktivität) von 6- und 12- dB-Weichen für 17 "Standard-Übergangsfrequenzen" zwischen 300 und 8.000 Hz. Danach können die Werte für alle Frequenzen zwischen 10 und 20.000 Hz sowie Impedanzen zwischen 1 und 20 Ohm auch jeweils einzeln abgefragt werden. 2.2. Frequenzweichen 18 dB/Oktave (Butterworth) In gleicher Weise wie für 6- und 12-dB-Weichen erhalten Sie hier die Werte für die Kapazitäten und Induktivitäten von 18-dB-Weichen. Bei 18-dB-Weichen sind die Werte jedoch nicht austauschbar; daher werden Hoch- und Tiefpass unterschieden. 2.3. Brutto/Netto-Berechnung des Boxenvolumens. Es wird das Gehäusevolumen in Litern (bzw. in Kubikdezimetern) berechnet. Hierzu sind zunächst Höhe, Breite und Tiefe der Box in cm sowie die Holzdicke der Gehäusebretter in mm einzugeben. Weiter wird nach dem Durchmesser des eingebauten Bass-Chassis gefragt, da dieses, insbesondere wenn es von innen montiert ist, einen entsprechenden Platz wegnimmt. Der damit verbundene Abzug des Nettovolumens wird "grob geschätzt" berechnet. In der Regel ist die diesbezügliche Genauigkeit ausreichend. Sie können hier natürlich auch "Null" eingeben und den Wert selbst berechnen und zum "Innengehäuse" (siehe unten) hinzuaddieren. Ferner wird nach dem "Schallwandeinlaß" gefragt. Nicht immer schließt ja die mit den Lautsprechern montierte Schallwand mit dem Außenrand der Box ab, sondern ist um einige Zentimeter in das Gehäuse versenkt. Denken Sie dabei z.B. auch an Schallwandbespannungen, bzw. Schaumgummi-Abdeckungen vor der Schallwand. Ein letzter Wert, den Sie ggf. eingeben müssen, ist das "Innengehäuse-Volumen". Existiert ein Gehäuse im Gehäuse, z.B. für einen Mitteltonlautsprecher, so muß AUDIOGEN dieses von dem berechneten Nettovolumen des Bassgehäuses abziehen. 2.4. Bass-Reflex-Kanal (nach Eigenfrequenz) Auf Basis der Eigen- oder auch Resonanzfrequenz eines Bass-Lautsprechers sowie des gewünschten Boxenvolumens kann für Bass-Reflex-Gehäuse der Ventilierkanal (Bass-Reflex-Kanal) berechnet werden. Diese (nicht sehr präzise) Methode ist immer dann ein akzeptabler Kompromiß, wenn für das ausgewählte Chassis keine Thiele-Parameter vorliegen. AUDIOGEN kann dabei Datenbank-gestützt arbeiten; Lautsprecher, mit denen Sie öfter arbeiten wollen, können mit ihren Parametern abgespeichert und wiederaufgerufen werden. 2.5. System-Charakteristik nach Thiele/Small Die akkustisch-theoretischen Eigenschaften von Lautsprechern werden über sogenannte Thiele-Parameter beschrieben. Fast alle Hersteller bieten diese Werte im übrigen für ihre Lautsprecher an. Die diesbezügliche Thematik ist hoch komplex und von entscheidender Bedeutung für das Gelingen einer Box im Tieftonbereich. Hinter dem hier zur Verfügung stehenden Menü verbergen sich diverse weitere Untermenüs, mit denen Sie auf unterschiedlichste Weise Bass-Reflex- und geschlossene Boxen berechnen und miteinander vergleichen können. Neben der Berechnung eines sogenannten "natürlichen Thiele-Gehäuses" kann für die Berechnungen von einer gewünschter Grenzfrequenz, dem gegebenem Gehäuse-Volumen oder einem vorgegebenen Gesamt-Q-Faktor ausgegangen werden. Der resultierende Frequenzverlauf wird auf Wunsch grafisch dargestellt und kann zudem auch noch ausgedruckt werden. (siehe auch 1.3.) Das Programm arbeitet bzgl. der verwendeten Chassis mit einer Parameter-Datenbank, in der die Werte einiger gängiger Lautsprecher bereits enthalten sind, die Sie jedoch auch selbst erweitern und ändern können. Bis zu 64 LS-Chassis können mit ihren Thiele-Parametern abgespeichert werden. Bei der Eingabe von neuen Werten sind nicht bekannte Parameter mit "Null" einzugeben. AUDIOGEN fragt dann ggf. nach Alternativen. Ist z.B. das Qts eines Lautsprechers nicht bekannt, so wird nach Qms und Qes gefragt; das Qts läßt sich nämlich aus diesen beiden Parametern berechnen. Fehlt das VD, so wird entsprechend nach SD und Sx gefragt, etc.. 2.6. Exponentialtrichter / Kugelwellenhorn Für vorgegebene Grenzfrequenzen können Hörner, bzw. Schalltrichter bzgl. Trichterlänge, Mündungsdurchmesser sowie exponentielle Ausbreitung des Trichters berechnet werden. 2.7. Transmissionline (Lambda/4) Länge und Minimalquerschnitt einer Transmissionline sowie das dafür notwendige Mindest-Boxen-Volumen werden berechnet. 2.8. Frequenz-Wellenlänge-Umrechnung Sie erhalten eine Tabelle, auf der die Beziehung zwischen Frequenz und Wellenlänge abzulesen ist. Ferner kann auch eine Wellenlänge oder Frequenz eingegeben werden, für die der korrespondierende Gegenwert angezeigt wird. 2.9. Dezibel-Mikrobar-Umrechnung Eine Tabelle zeigt die Beziehung zwischen Dezibel und Mikrobar im Bereich von 71 bis 130 dB auf. 2.10. L-Glied-Dimensionierung Zum Ausgleich unterschiedlicher Wirkungsgrade einzelner Chassis in Mehrwegsystemen werden für vorgegebene Impedanzen die entsprechenden Werte des parallelen und seriellen Widerstandes eines L-Glieds und der damit korrespondierenden Schalldruckabsenkung im Bereich von 0,5 bis 15 dB tabellarisch angezeigt. 2.11. Entzerrungsglied (RC-Equalizer) Nach Eingabe des Gleichstromwiderstands und der Induktivität der Schwingspule eines Lautsprechers wird der Wert des Kondensators für ein RC-Glied berechnet, mit dem die Impedanz zu den höheren Frequenzen hin stabilisiert werden kann. 2.12. Listendruck Frequenzweichen Für 6 und 12 oder 18 dB-Weichen werden die Kapazitäten und Induktivitäten für 58 Frequenzen zwischen 10 und 10.000 Hz berechnet und tabellarisch ausgedruckt. 2.13. Gehäuse-Brettmaße (Doppelwandgehäuse) Für vorgegebene Gehäusemaße (Höhe, Breite, Tiefe) und Holzdicken werden die Sägemaße der einzelnen Bretter berechnet und auf Wunsch auch ausgedruckt. Insbesondere in Verbindung mit Doppelwandgehäusen erspart Ihnen diese Funktion viel manuellen Rechen- bzw. Zeitaufwand. 2.14. Grafik einstellen Dieses Menü wird beim erstmaligen Aufruf von AUDIOGEN automatisch aufgerufen und braucht in der Regel danach nicht mehr benutzt werden. Nach Einbau einer anderen Grafikkarte oder auch falls Ihre anfängliche Eingabe dazu fehlerhaft gewesen sein sollte (ist z.B. die Grafikausgabe gemäß <s>creen-Kommando in der Menüfunktion-5 nicht korrekt), so können Sie die Grafik jetzt umstellen. In 1.3. (Bildschirm- und Drucker-Zuordnung) sind die diesbezüglichen Eingabe-Möglichkeiten beschrieben. 2.15. Erläuterungen / Thiele-Parameter drucken Neben einigen Kurzinformationen zu AUDIOGEN können Sie sich über dieses Menü eine Liste aller in der Datei "AUDIOTAB.DTP" gespeicherten Lautsprecher mit ihren Thiele-Parametern ausdrucken lassen. 2.16. Programm-Ende AUDIOGEN wird abgeschlossen. Es wird zurück in die darunterliegende Programm-Ebene verzweigt (WINDOWS oder MSDOS). |
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